Immer der Muschel entlang XXV
- Carlito Thormann
- 31. Jan. 2023
- 2 Min. Lesezeit
28.10.2021
Der Morgen verlief ohne grosse Ereignisse. Nach einem grossen Frühstück in der Herberge, machte ich mich wieder auf den Weg. Es warteten nur 20 Kilometer auf mich, weshalb ich die Herberge nicht allzu früh verliess, ich wollte schliesslich nicht wieder vor einer geschlossenen Herberge stehen.
Die Strecke führte vor allem durch Felder und Wälder, was mir sehr gefiel. Nach wenigen Kilometern kam ich an eine kleine Brücke, die über einen Bach in den Wald führte. Vor der Brücke am Boden sass ein junger Mann mit langem Bart auf einem Teppich. Er verkaufte dort kleine handgemachte Objekte an die vorbeikommenden Pilger. Nach einem kurzen Gespräch mit ihm zog ich weiter.
Gegen 13:00 traf ich dann schon in Vilalba ein, wo ich als erstes zur Herberge ging. Ich richtete mich dort nur kurz ein, bevor ich mich auf die Suche nach einem Mittagessen machte. Etwas weiter unten in der Stadt fand ich dann ein kleines Restaurant, welches ein Menú del día anbot.
Als ich dort wieder herauskam, schaffte ich es kaum zurück in die Herberge. Das Menú waren drei Gänge gewesen, allesamt Kalorienbomben – die Korpulenz des Koches erstaunte mich nicht speziell. Ich konnte die Portionen nicht wahrhaben, sodass ich danach nachschauen ging, welchen Weltrang Spanien bei der Übergewichtigkeit ihrer Bevölkerung belegt. Für die Neugierigen: Spanien belegt den Platz 41 dieser Liste.
Mit meinem mehr als vollen Magen war eine lange Siesta unumgänglich. Diese wurde nur kurz unterbrochen, als José in der Herberge eintraf. Ich war froh, ein bekanntes Gesicht zu sehen, denn ich fühlte mich ab und zu dann doch etwas einsam auf meiner Reise.
Am Abend unterhielt ich mich länger mit einer jungen Engländerin, bevor ich dann früh ins Bett ging. Durch meine lange Siesta am Nachmittag gestaltete sich das Einschlafen aber schwierig. Ich durfte einmal mehr bestätigen, dass José ein begnadeter Schnarcher war.
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