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Immer der Muschel entlang XX

  • Autorenbild: Carlito Thormann
    Carlito Thormann
  • 21. Dez. 2022
  • 2 Min. Lesezeit

23.10.2021

 

Nachdem ich etwas Kleines in der Herberge gefrühstückt hatte, ging ich kurz vor neun los. Ich fühlte mich fiel besser als am Vortag, doch das Wetter war morgens genauso schlecht.

Die Strecke nach Canero war, wie so viele davor es schon gewesen waren, von vielem auf und ab geprägt. Ich stieg hinunter zu kleinen Buchten und stieg dann durch dichte Wälder wieder hinauf, nur um das Ganze wenige Kilometer später zu wiederholen. Es störte mich nur wenig, die Landschaften und die Aussicht auf das Meer waren einfach wundervoll. Auch das Wetter wurde im Verlauf des Tages immer besser.

 

Ich war zügig unterwegs und nach einer mühsamen Strecke auf der Hauptstrasse kam ich schon um halb drei im Hotel Canero an. Das Hotel entpuppte sich als einsames Haus am Rande der Hauptstrasse, dass vor allem von Motorradfahrern genutzt wurde.

Am Empfang, der sich im Restaurant des Hotels befand, empfing mich der Inhaber, ein älterer Mann mit misstrauischem Blick. Ich erinnerte mich an die Warnung des Vortages und bemühte mich deshalb, mein bestes Spanisch einzusetzen, um mein Zimmer zu buchen. Sehr freundlich war der Umgang nicht, aber nach der Bezahlung zeigte er mir mein Zimmer und ich konnte mich einrichten.

Nach einer warmen Dusche ging ich hinunter ins Restaurant. Die Kellnerin nahm meine Menú del día entgegen und ich machte es mir an meinem Tisch bequem. Das Restaurant war gut besucht. Motorradfahrer, Ehepaare und ganze Familienfeste füllten den Saal mit Leben.

Dann kamen zwei Pilger in das Hotel. Ich wurde sofort auf sei aufmerksam, als sie anfingen auf englisch mit dem Inhaber zu sprechen. Dieser verzog schon beim ersten Wort das Gesicht und behandelte die beiden noch gröber als er mich ein paar Minuten zuvor behandelt hatte. Als ich dann mitbekam, dass ihr Zimmer um einiges teurer war als meines, konnte ich es kaum glauben. Wie konnte man ein Hotel führen, wenn man solch eine Abneigung gegen Fremde hatte? Ich bedankte mich im Stillen bei meiner Spanischlehrerin für meine wenigen Sprachkenntnisse, die mein Zimmer billig gehalten hatten.

 

Nach dem sehr üppigen Mittagessen verzog ich mich in meinem Zimmer, um eine wohlverdiente Siesta einzulegen. Ich ging später nochmals kurz nach unten, um mir ein Abendessen zu schnappen, bevor ich den Abend mit Serien in meinem Bett verstreichen liess.

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