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Immer der Muschel entlang XII

  • Autorenbild: Carlito Thormann
    Carlito Thormann
  • 13. Feb. 2022
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 16. Dez. 2022


15.10.2021


Nach einem Frühstück aus dem Rucksack machte ich mich an diesem Morgen auf den Weg. Einige Kilometer lang folgte der Camino einem Fluss. Ich kreuzte nur wenige Spaziergänger, was wegen dem kälteren Wetter an diesem Tag nicht gerade erstaunlich war. Ohne grosse Ereignisse brachte ich den Teil am Fluss hinter mich. Darauf folgte eine Strecke über Hügel, die sich zwischen Bauernhöfen und kleineren Orten schlängelte.


Die Strecke war an sich sehr schön, doch der größte Teil war leider auf Asphalt. Das kombiniert mit einem ziemlich steilen Aufstieg gaben mir an diesem Tag schwer zu schaffen. Ich legte viele Pausen ein und Schokolade wurde zum besten Heilmittel, sowohl gegen die Schmerzen als auch gegen den Verlust an Motivation. Auch der letzte Teil des Hörbuchs des vorigen Tages war eine grosse Hilfe.


Am späten Nachmittag war es dann vorbei mit Asphalt. Plötzlich lief ich auf einer engen gepflasterten Straße an Wiesen entlang, auf denen Esel grasten. Ich kam mir vor wie im alten Rom. Nach einer Weile erblickte ich zum ersten Mal Santillana del Mar, einer der schönsten Orte die ich jeh gesehen habe. Der grosse Teil war völlig frei von Autos und überall war die Straße gepflastert.

Gerade am Eingang des Städtchens befand sich meine Unterkunft. Das Ospedale Octavio war ein kleines Hotel, welches in einem alten Haus eingebaut war. Mein Zimmer war wunderschön. Ein großes Bett unter einer Dachschräge, dass mir eine meiner besten Siestas gönnte.


Erholt machte ich mich an die Erkundung. Ich hatte im Sinn in einem Restaurant zu Abend zu essen. Doch ich hatte wieder vergessen, dass mein Timing die eines kleinen Schweizers waren und dass dieses nicht mit dem der Spanier übereinstimmte. Eine Informationstafel nach der anderen erklärte mir, dass die Lokale erst um acht Uhr aufmachen würden. Nach einer kleinen Runde ging ich also wieder in mein Hotel zurück, um dort abzuwarten.


Als es dann endlich Zeit war, ging ich wieder in das Städtchen. In einem Restaurant setzte ich mich dann an einen kleinen Tisch und las während ich auf meine Bestellung wartete. Es erwarteten mich ein halber Liter Apfelwein und ein riesiger Burger. Ich genoss die angenehme Atmosphäre und das Festmahl in vollen Zügen.


Eines muss ich hier gestehen: Der Apfelwein hat mich dann doch etwas betrunken gemacht. Anders gesagt habe ich auf dem Rückweg nicht ganz alle Pflastersteine so erwischt wie ich es gerne hätte. Mit vollen Magen und zufrieden wälzte ich mich in das grosse Bett.


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