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Immer der Muschel entlang I

  • Autorenbild: Carlito Thormann
    Carlito Thormann
  • 11. Jan. 2022
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 20. Juli 2023

Im Oktober begab ich mich auf eine Pilgerreise. In letzter Zeit habe ich diese in einen Text gepackt. Den ersten Teil davon findet ihr in diesem Post.

Vorwort


21.12.2021


Seit fast zwei Monaten bin ich nun kein aktiver Pilger mehr. Mein Alltag ist ein ganz anderer als er es vor meiner Abreise war, ich stehe am Anfang meines Zivildienstes und eines neuen Abschnittes meines Lebens.


Aus diesem Grund kam in mir nun das Bedürfnis auf, meine Erlebnisse auf meiner Pilgerreise auf Papier zu bringen. Einerseits, um diese in meinem Geist nochmals zu durchlaufen, andererseits um diese Erinnerung festhalten und auch teilen zu können.


Was folgt ist der Bericht, welcher meine grösste Reise nacherzählt, so wahrheitsgetreu wie ich diesen mit meinen Erinnerungen und Notizen aus meinem Tagebuch zusammenstellen kann.







04.10.2021


Ich stand an diesem Tag früh auf, denn mein Flug von Genf auf San Sebastian ging noch vor Mittag. Zum ersten Mal zog ich meine komplette Ausrüstung an. Trekkingschuhe, Wanderhose mit Reißverschluss auf Kniehöhe, Sonnencap auf den Kopf und den Rucksack auf den Rücken. Ein gutes Gefühl. Ich fühlte mich bereit. Bereit für das Unbekannte. Darüber muss ich heute lächeln. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, das ich keineswegs bereit war. Ich konnte gar nicht wirklich bereit sein, jedenfalls nicht für eine solche Pilgerreise.


Meine Eltern brachten mich an den Bahnhof, wo wir uns liebevoll voneinander verabschiedeten. Im Zug bis zum Flughafen löschte ich, wie ich es mir vorgenommen hatte, Instagram und Snapchat von meinem Iphone. Ich wollte auf meiner Reise keine Zeit mit Sozialen Netzwerken verschwenden, sondern mich voll und ganz auf meinen Aufenthaltsort konzentrieren. Um mich auf der Fahrt trotzdem nicht zu langweilen, begann ich meine Lektüre. Ich hatte für meine Reise ein Buch auf Spanisch eingepackt, welches ich von meiner Spanischlehrerin für die Matura bekommen hatte.


Als ich dann in Genf am Flughafen ankam, kaufte ich mir als erstes ein überteuertes Frühstück. Danach hielt ich es ohne Musik nicht mehr aus. Ich hatte keine Kopfhörer eingepackt, da ich dachte, so würde ich mein Iphone während des Laufens noch weniger gebrauchen. Am Kiosk kaufte ich mir dann doch Kopfhörer. Eine sehr gute Entscheidung, die mir die ganze Reise über helfen würde.


Nach einem Zwischenstopp in Madrid kam ich dann endlich in San Sebastian an. Dort fuhr ich dann mit einem Bus vom Flughafen bis in die Stadt. Ich hatte mir ein Hostel ausgesucht und irrte eine Weile herum, bis ich zufälligerweise die Calle Manterola fand, wo sich besagtes Hostel befand.


An der Rezeption wurde mir dann mitgeteilt, dass das Hostel ausgebucht sei. Ich wurde dann auf ein anderes verwiesen, das Downtown River Hostel. Dort bezog ich ein Bett und ging dann wieder etwas in die Stadt, wo ich mich aus Schüchternheit in kein einziges Lokal traute. Mein Abendessen holte ich mir dann an einem Verkaufsautomaten. Ich ass alleine in meinem Zimmer und ging früh zu Bett, ungeduldig endlich loszulaufen. Vor dem Einschlafen verschickte ich dann meine erste Postkarte, per Post App. Diese ging selbstverständlich auf Pierrafortscha.

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