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Beobachtungen

  • Autorenbild: Carlito Thormann
    Carlito Thormann
  • 1. Feb. 2022
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 22. Okt. 2023



Es ist kurz nach Mittag, es ist Ruhe eingekehrt. Ich muss in diesem kostbaren Moment nichts anderes tun als nur sein. Eine Bank, unter einer Laube, mitten in Bern. In der Straße ist nicht viel los. Ich schaue den Tauben zu, die um die Fassaden flattern. Einige machen es sich auf den Fenstersimsen bequem, nehmen zwischen den vielen Topfpflanzen Platz.


Ich atme einfach nur ein und aus. Ich beobachte still. Es laufen Menschen vorbei, ich lausche ihren Gesprächen. Eine Vielzahl von Unterhaltungen, Sprachen und Stimmen. Sie reden über Sorgen, lachen gemeinsam, einige halten sich ihr Smartphone ans Ohr. Ich höre tiefe Diskussionen über die Geschichte der Menschheit, Banalitäten und Witze.


Etwas weiter stehen Bücher zum mitnehmen, viele altgriechische Texte. Passanten halten an, schauen sich die Bücher an. Einige Werke finden ein neues Zuhause.

Familien laufen gemeinsam durch die Strassen. Eine Mutter und ihre Tochter bewegen sich langsamer als die anderen. Sie befinden sich mitten in einem Spiel. Beide sind darauf bedacht, nur auf die weißen Pflastersteine zu laufen. Man sieht ihnen ihre Konzentration an. Ich lächle.


Die Stadt lebt um mich herum und ich muss nichts tun ausser sein. Einfach nur sitzen und beobachten. Es plagen mich keine Sorgen, hier muss ich nichts sagen, ich muss keine Entscheidungen treffen. In der Mitte von so vielem Leben, kann ich einfach still bleiben.


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